
Um die aus Edelsteinen und Metallen gefertigten Schätze des Landes zu bewahren, initiierte die Regierung von Kasachstan die Gründung des Staatlichen Museums für Gold und Edelmetalle. Das Museum öffnete 1990 erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit und befand sich ursprünglich in Almaty. Im Jahr 2000 wurde es jedoch in die neue Hauptstadt des Landes, Astana (früher Nur-Sultan), verlegt. Heute ist es im Nationalmuseum der Republik Kasachstan untergebracht, wo die Exponate in den Goldhallen Nr. 1 und Nr. 2 ausgestellt sind.
Der Zweck des Museums geht über die bloße Organisation von Ausstellungen hinaus. Seine Mitarbeiter sind aktiv an der Sammlung, Restaurierung und Konservierung wertvoller Artefakte beteiligt und bereiten sie für die Ausstellung vor. Darüber hinaus ist das Museum wissenschaftlich und pädagogisch tätig und konzentriert sich auf die Erforschung der Geschichte und Kultur der alten Völker, die einst das heutige Kasachstan bewohnten. Insgesamt widmen sich fünf Abteilungen verschiedenen Aspekten der Museumsarbeit.

Das Nationalmuseum von Kasachstan, zu dem auch das Museum für Gold und Edelmetalle gehört, ist von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 6:00 Uhr geöffnet. Der letzte Dienstag im Monat ist aus Hygienegründen reserviert. Der Ticketschalter schließt eine Stunde vor der Schließung des Museums.
Besucher der Goldhalle müssen ein separates Ticket kaufen, da der Eintritt zu dieser Ausstellung nicht im allgemeinen Eintrittspreis des Nationalmuseums enthalten ist. Der Eintritt in die Goldhalle kostet 1,700 Tenge für Erwachsene, 1,000 Tenge für Studenten und 600 Tenge für Kinder und Senioren.

Die Sammlung des Museums umfasst Schmuckstücke aus verschiedenen historischen Epochen Kasachstans, darunter auch solche aus der frühen Nomadenzeit. Jedes Jahr werden der Sammlung neue und bedeutende Stücke hinzugefügt.
Die Schätze des Museums sind auf zwei Hallen verteilt – eine für Gold und eine für Silber. Die Goldausstellung, die Artefakte aus dem 18. bis 20. Jahrhundert enthält, wird vom „Goldenen Mann“ dominiert, einem nationalen Schatz, der zwischen 1969 und 1970 im Grabhügel von Issyk (in der Region Almaty) entdeckt wurde. Dieses wichtige Artefakt stammt aus dem 5. bis 4. Jahrhundert v. Chr. und wurde von mehr als 4,000 anderen goldenen Gegenständen begleitet, die während der Ausgrabung freigelegt wurden. Insgesamt beherbergt das Museum rund 7,000 Gegenstände, die sorgfältig aufbewahrt und in Kategorien unterteilt werden, darunter Haushaltsgegenstände, Archäologie, Schmuck und Numismatik.

Goldhalle Nr. 1
Neben den berühmten Funden aus dem Issyk-Grabhügel zeigt die Goldhalle auch:

Saal Nr. 2 (Silbersaal)
Im Silbersaal sind vor allem weniger alte Gegenstände ausgestellt, die meisten davon stammen aus dem 18. bis 20. Jahrhundert. Die Sammlung wird von verzierten Elementen der traditionellen Festkleidung kasachischer Frauen dominiert. Besonders auffällig sind die massiven Brustornamente, die oft bei Hochzeitszeremonien getragen werden. Diese Ornamente sind mehr als nur dekorativ; jeder Teller hat eine symbolische Bedeutung. So steht die Raute beispielsweise für Fruchtbarkeit und die Kontinuität des Lebens, während das Dreieck für Weiblichkeit steht.
Neben Damenschmuck werden in der Silberhalle auch Herrengürtel mit Silberverzierungen, mit Silber verziertes Pferdegeschirr und aus dem Edelmetall gefertigte Haushaltsgegenstände ausgestellt. Auch verschiedene Dekorationselemente sind zu sehen.
Neben Einzelstücken sind die rekonstruierten Dioramen in den Goldhallen ein Highlight. Besucher können hier Grabrekonstruktionen mit reich geschmückten Pferden von Adelsfamilien sowie lebensechte Darstellungen von Kriegern und Jägern mit ihren Waffen besichtigen.

Besuchen Sie das Kosmodrom Baikonur
Erkunden Sie historische Startrampen
Besichtigen Sie das Weltraummuseum
Sehen Sie ikonische Weltraumartefakte
Erleben Sie Raketenmontageanlagen
Besuchen Sie die Gagarin-Startrampe