
Das Museum für Zukunftsenergie befindet sich im zentralen Pavillon der EXPO-2017, Nur Alem, in Astana. „Nur Alem“ bedeutet aus dem Kasachischen übersetzt „Strahlende Welt“. Dieses beeindruckende Gebäude ist mit einem Durchmesser von 80 Metern und einer Gesamthöhe von 92 Metern die größte kugelförmige Struktur der Welt. Das architektonische Meisterwerk wurde von Albert Speer Jr. entworfen, der die Kugel als symbolischen „letzten Tropfen Öl“ vor dem Übergang zu grüner Energie sah.
Die transparente Struktur erstreckt sich über acht Stockwerke, die mit Ausnahme der ersten und achten Ebene jeweils einer anderen Energieform gewidmet sind. Auf jedem Stockwerk begrüßt ein freundlicher Roboter die Besucher und gibt ihnen auf Anfrage einen Überblick über die Exponate.
Der Museumsrundgang beginnt im obersten Stockwerk, wo die Besucher mit einem der acht Aufzüge zur Ausstellung „Stadt der Zukunft“ gelangen. Hier entdecken sie „Future Astana“ und die Vision für Kasachstans Hauptstadt im Jahr 2050. Ein skulpturales Modell veranschaulicht die Ambitionen der Stadt hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung und Umwelteffizienz. Besucher können auch Modelle bestehender und geplanter Gebäude erkunden und durch die Glaswände des Pavillons einen Panoramablick auf das heutige Astana genießen.
Die Ausstellung „Weltraumenergie“ stellt den Besuchern futuristische Ideen zur Energieerzeugung im Weltraum vor, darunter die Dyson-Sphäre-Theorie. Interaktive Bildschirme bieten Informationen zu Materie, Antimaterie, dunkler Materie und Sonnensegeln.
Auf dieser Etage werden verschiedene Methoden zur Nutzung der Sonnenenergie erforscht, von alten Zivilisationen bis hin zu hochmodernen Technologien. Es wird betont, dass alle Energie auf der Erde letztlich von der Sonne kommt. Menschen aller Kulturen und Religionen verehrten die Sonne, von den Griechen, die Apollo anbeteten, über die Ägypter, die Ra verehrten, bis hin zu den Japanern, die Amaterasu ehrten. Das Museum befasst sich auch mit den Sonnensystemen und bietet Einblicke in die sieben Planeten, die sich um die Sonne drehen.
Die Ausstellung zur Windenergie beginnt mit der „Allee der Winde“, wo Besucher Windgeschwindigkeiten von 5 bis 7 auf der Beaufort-Skala erleben können. Mythologie spielt hier eine Rolle, mit Geschichten über Windgötter wie Aeolus aus der griechischen Mythologie, Huracan aus Mittelamerika (der dem „Hurrikan“ seinen Namen gab) und den japanischen Fujin, der den Wind in seiner Tasche trägt. Es gibt auch Raijin, den japanischen Gott der Stürme, der Taifune bringt.
Auf dieser Ebene ist ein grünes Panorama zu sehen, das verschiedene Getreidesorten darstellt und so die Biomasse als „Speicher“ für Sonnenenergie symbolisiert.
Besucher beginnen ihre Reise mit einem dynamischen Bildarchiv, das historische Artefakte im Zusammenhang mit kinetischer Energie hervorhebt.
Dieser Abschnitt präsentiert Wasserenergie durch die künstlerische Installation eines Staudamms und stellt den Prozess der Energieerzeugung aus Wasser visuell dar.
Im ersten Stockwerk können Besucher in die weitläufigen Landschaften, die reiche Kultur, Geschichte, Gegenwart und Zukunft Kasachstans eintauchen und die Energieprojekte lokaler Wissenschaftler kennenlernen. Ein Highlight dieser Ebene ist ein Modell des kasachischen Tokamak für Materialstudien, eines thermonuklearen Reaktors.
Das Museum für Zukunftsenergie ist an drei Tagen in der Woche geöffnet: Freitags von 10 bis 8 Uhr und Samstags und Sonntags von 10 bis 9 Uhr. Der Eintritt beträgt 1,500 Tenge. Das Museum befindet sich in der Mangilik El Avenue 55, Astana, Republik Kasachstan.
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