
Baikonur ist ein wahrhaft einmaliger Ort auf der Landkarte Kasachstans – ein bahnbrechender Weltraumbahnhof der Welt und der Startplatz, von dem aus die Reise der Menschheit in den Weltraum begann. Von hier aus wurde der erste künstliche Erdsatellit gestartet und Juri Gagarin startete seinen historischen Raumflug. Heute ist Baikonur eines der Wahrzeichen des modernen Kasachstans.
Sowohl die Stadt als auch das Kosmodrom daneben waren lange Zeit von Geheimnissen und Beschränkungen umgeben. Verständlicherweise waren dieser symbolträchtige Startplatz und die Stadt, in der Wissenschaftler und Kosmodrom-Mitarbeiter lebten, streng kontrollierte Gebiete, die für die Öffentlichkeit weitgehend unzugänglich waren. Sogar ihre geografische Lage war ein Staatsgeheimnis. Wenn beispielsweise Züge der Moskau-Taschkent-Eisenbahn in der Nähe vorbeifuhren, wurden die Lichter der Stadt vollständig ausgeschaltet, um nicht von den Passagieren entdeckt zu werden. Obwohl die Sicherheitsmaßnahmen im Laufe der Zeit etwas gelockert wurden, gelten nach wie vor besondere Beschränkungen.
Die Stadt und das Kosmodrom stehen unter doppelter Verwaltung und unterliegen praktisch doppeltem Recht: Sie sind bis 2050 an die Russische Föderation verpachtet. Baikonur ist in Kasachstan als Stadt von regionaler Bedeutung und in Russland als Stadt von föderaler Bedeutung anerkannt, was bedeutet, dass in Baikonur für russische Bürger russisches Recht gilt, während für kasachische Bürger kasachisches Recht gilt.
Eigenständige Besuche in Baikonur sind verboten; ohne offiziellen Pass ist niemandem der Zutritt gestattet. Um einen Raketenstart mitzuerleben, Betriebsstätten und historische Stätten des Kosmodroms zu besuchen oder das Museum zu erkunden, müssen Besucher im Voraus eine Führung beantragen und die erforderlichen Unterlagen ausfüllen.
Der Bau dieser geschlossenen Siedlung, die später als Stadt Leninsk bekannt wurde, begann 1955 in der Nähe des Eisenbahnanschlusses von Tjuratam. Der Zutritt zur Stadt war den Anwohnern strengstens untersagt. Die Bevölkerung Leninsks bestand aus Spezialisten aus der gesamten Sowjetunion, die alle vom führenden Raumfahrtkomplex des Landes angezogen wurden. Offiziell wurde die Stadt 1995 in Baikonur umbenannt. Ende 2018 lebten hier etwa 75,000 Einwohner.
Welche Sehenswürdigkeiten muss man in der Stadt unbedingt gesehen haben?
Zwischen den organisierten Touren können Sie die Sehenswürdigkeiten von Baikonur in aller Ruhe erkunden. Im Stadtzentrum finden Sie in der Korolev-Straße Baikonurs Version eines Fußgänger-„Arbat“ sowie eine überraschende Anzahl von über 50 Unterhaltungs- und Gastronomiebetrieben mit kasachischer und europäischer Küche, ein Kino, ein Bowlingcenter, vier Parks, 20 Plätze, zwei Gedenkstätten und 19 Monumente.
Ein Besuch in Baikonur wäre unvollständig, wenn man nicht das Kosmodrom selbst – die Hauptattraktion – erkundet hätte. Die Führungen hier werden ausschließlich von Roscosmos-Mitarbeitern geleitet und alle Besucher werden am Eingang anhand vorab genehmigter Listen überprüft. Aufgrund der anhaltenden Sicherheitsbeschränkungen des Kosmodroms sind nur bestimmte Bereiche zugänglich und das Fotografieren ist eingeschränkt. Die zugänglichen Bereiche bieten jedoch einen faszinierenden Einblick in die Großartigkeit dieser Anlage.
Im Kosmodrom werden drei Arten von Führungen angeboten:
Neben den Raketenstarts gibt es auf dem Kosmodrom auch weitere Attraktionen, die man gesehen haben muss: