
Das Ibrahim-Ata-Mausoleum steht auf einem hohen Hügel am nordwestlichen Stadtrand von Sayram und markiert die Grabstätte von Khoja Ahmed Yasawis Vater. Dieser Ort zieht viele Pilger und Touristen an und ist daher ein Muss auf jeder Tour durch die Gegend. Die historische Siedlung Ispijab, heute bekannt als Sayram, war der Geburtsort des verehrten Sufi Khoja Ahmed Yasawi. Seine Eltern, Ibrahim Ata und Karashash Ana, sind hier begraben, was dieser Gegend, die im 11. Jahrhundert ein blühendes Zentrum islamischen Denkens voller spiritueller Mentoren und Gelehrter war, eine heilige Qualität verleiht. Ibrahim Ata selbst stammte aus einer gebildeten, wohlhabenden Familie und verdiente sich schon in jungen Jahren Respekt. Er war als spiritueller Führer und verehrter Prediger bekannt, widmete sich der Hilfe für Bedürftige und gewann im Laufe seines Lebens viele Anhänger.
Das ursprüngliche Mausoleum, das vermutlich im 16. oder 17. Jahrhundert über dem tatsächlichen Grab dieses örtlichen Scheichs errichtet wurde, ist längst verfallen. Heute ist die Stätte ein eindrucksvolles Beispiel mittelalterlicher Kuppelarchitektur. Besucher können nun ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sehen, das mit vielen erhaltenen mittelalterlichen Innen- und Außenelementen rekonstruiert wurde. Das Mausoleum ist ein einkammeriges, quadratisches Gebäude, das über acht Meter hoch ist. Trotz zahlreicher Rekonstruktionen behält es seine heilige und historische Bedeutung und zieht Pilger aus allen Turkvölkern und Reisende an, die die Kulturgeschichte der Großen Seidenstraße erkunden möchten.
Direkt vor dem Mausoleum befindet sich ein kleiner Laden, in dem Besucher preiswerte Souvenirs kaufen können und oft auch die Möglichkeit haben, zu feilschen.

An wichtigen Orten in Sayram sind Tafeln mit grundlegenden Informationen zu den einzelnen Wahrzeichen angebracht. Durch Scannen des QR-Codes können weitere historische Einzelheiten abgerufen werden, beispielsweise zum letzten großen Wiederaufbau des Ibrahim-Ata-Mausoleums, der 1880 abgeschlossen wurde.

Spendenboxen für Sadak (freiwillige Almosen) werden auch außerhalb des Mausoleums niedergelegt und die Spenden werden später von örtlichen Pflegern eingesammelt.

Innerhalb des Mausoleumkomplexes können Besucher erhaltene Elemente der antiken Innen- und Außendekoration besichtigen, Überbleibsel der detailreichen Handwerkskunst, die diese heilige Stätte einst schmückte.

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