Museum der Opfer politischer Repressionen

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Museum der Opfer politischer Repressionen, Schymkent

Das 2001 in Schymkent gegründete Museum der Opfer politischer Repressionen wurde vom Architekten A. Naimambay entworfen, um derer zu gedenken, die während der tragischen Säuberungen von 1937–1938 – einer Ära, die im ganzen Land von schwerer Verfolgung geprägt war – gelitten haben. Die beiden Hauptausstellungshallen des Museums, die Trauerhalle und die Ausstellungshalle, erzählen vom Leben bemerkenswerter Menschen, deren Vermächtnis gewaltsam zerstört wurde. Hier erfahren die Besucher etwas über die Beiträge einflussreicher Persönlichkeiten, deren Leben durch Repressionen verkürzt wurde, darunter:

  • Achmet Baitursynov: Pädagoge, Dichter, Linguist und Mitbegründer der Alash Orda-Autonomie und der Zeitung Alasch;
  • Turar Ryskulow: Ein Staatsmann, Diplomat und Verfechter der Rechte der Turkvölker;
  • Magzhan Zhumabayev: Ein Dichter, Pädagoge und eine Begründerfigur der modernen kasachischen Literatur;
  • Mustafa Shokay: Eine prominente öffentliche und politische Führungspersönlichkeit; und viele andere.

Die Säuberungen richteten sich gegen fast die gesamte kasachische Intelligenz, Tausende wurden weit weg von ihrer Heimat verbannt. Die Ausstellungen des Museums zeigen detailliert diese Deportationen, die brutalen Arbeitslager ALZHIR und Karlag, die Bauernaufstände, die verheerende Hungersnot, der Millionen von Menschen zum Opfer fielen, die „Kleine Oktober“-Politik von Goloshchyokin und andere dunkle Kapitel in der Geschichte Kasachstans.

Eine kraftvolle Skulptur mit dem Titel Repression steht in der zentralen Halle des Museums und zeigt gebrochene menschliche Figuren und auf dem Sockel vergossenes Blut, was das Leid symbolisiert, das das kasachische Volk in den 1930er Jahren ertragen musste. Dieses Kunstwerk fängt die Qual und Verwüstung ein, die zahllosen Unschuldigen in dieser Zeit zugefügt wurde.

Das Museum der Opfer politischer Repressionen ist zu einem beliebten Ort für Einheimische und Besucher geworden und beherbergt das ganze Jahr über historische und lehrreiche Veranstaltungen. Als eine der ersten Institutionen in Kasachstan, die sich der Erinnerung an politische Repressionen widmet, bietet es einen einzigartigen architektonischen Stil, der von klassischen dekorativen Designs abweicht. Die schlichte Fassade des Gebäudes erinnert an ein Denkmal für die von einem totalitären Regime zerstörten Leben, eine feierliche Hommage an diejenigen, die zu Unrecht zum Schweigen gebracht wurden.

Anreise

  • Adresse: Ryskulbekova Str. 14, Schymkent
  • Arbeitszeitmodell: Mo–Fr, 9:00–6:00 Uhr
  • Geschlossen: Sa. und So.
Shymkent

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