
Jeti Oguz im Herzen Kirgisistans ist für seine markanten roten Felsformationen bekannt, die an sieben auf der Erde liegende Stiere erinnern. Der Ursprung dieser einzigartigen Felsen ist tief in einer alten kirgisischen Legende verwurzelt.
Vor langer Zeit gab es zwei rivalisierende Khane. Einer dieser Khane hatte eine Frau von außergewöhnlicher Schönheit. Der zweite Khan war von seiner Verliebtheit hingerissen und entführte sie, was einen heftigen und blutigen Konflikt zwischen den beiden Herrschern auslöste. Der zweite Khan suchte Rat und wandte sich an einen weisen Mann, der sich zunächst nicht einmischen wollte. Schließlich riet ihm der weise Mann, seine Frau zu töten, um zu verhindern, dass der erste Khan sie jemals zurückbekommt.
Um diesen finsteren Plan in die Tat umzusetzen, veranstaltete der zweite Khan ein großes Fest, bei dem sieben Stiere geopfert wurden. Als Höhepunkt der Veranstaltung befahl er die Tötung der Frau. Ihr Blut vermischte sich mit dem Blut der sieben Stiere, schwemmte sie fort und bescherte dem Khan und seinem Gefolge ein tragisches Ende.
In der Folgezeit bildeten die sieben inzwischen zu Stein gewordenen Stiere die rote Felsformation, die heute als Jeti Oguz bekannt ist, was auf Kirgisisch „Sieben Stiere“ bedeutet.
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