
Ala-Kol, auch bekannt als Ala-Köl oder Ala-Kul, ist ein alpiner Gletschersee in der Issyk-Kul-Region Kirgisistans, der weithin als Juwel des Terskey-Ala-Too-Gebirges gilt. Eingebettet zwischen den Schluchten Altyn-Arashan und Karakol wird der See von schneebedeckten Bergen eingerahmt, die die Südseite des Issyk-Kul-Beckens definieren. Dieser Gebirgskamm ist das zweitgrößte Vereisungszentrum im Tian Shan-Gebirge.
Der Name Ala-Kol bedeutet auf Kirgisisch „bunter See“ und spiegelt die bemerkenswerte Fähigkeit des Sees wider, je nach Wetter seine Farbe zu ändern. An klaren, sonnigen Tagen schimmert sein Wasser türkis, während der bewölkte Himmel den See in ein gedämpfteres Grau taucht. Im Laufe des Jahres und sogar innerhalb eines einzigen Tages kann das Wasser seine Farbe ändern und Schattierungen von Rosagold, Dunkelblau, Lila und Gelb aufweisen.
Ala-Kol liegt auf einer atemberaubenden Höhe von 3,532 Metern über dem Meeresspiegel und ist 2.3 Kilometer lang und 700 Meter breit. Obwohl die gesamte Tiefe des Sees noch unerforscht ist, schätzen Experten, dass sie über 70 Meter beträgt. Das unberührte, kristallklare Wasser von Ala-Kol wird von schmelzenden Gletschern gespeist, aber aufgrund seiner Höhenlage bleibt der See vom Spätherbst bis Mai gefroren. Selbst im Sommer ist das Wasser eiskalt, doch viele abenteuerlustige Besucher können einem erfrischenden Bad nach einer Wanderung in der Hitze nicht widerstehen.
Ala-Kol ist ein Highlight für Wanderer zwischen Altyn-Arashan und der Jeti-Oguz-Schlucht. Um den See zu erreichen, muss man felsige Pfade und zerklüftetes Gelände bezwingen. Die Wanderung ist etwa 30 Kilometer lang. Die Reise bietet atemberaubende Ausblicke auf Wälder und Berge, die oft mit den Landschaften Neuseelands verglichen werden.
Alternativ können Besucher den See über einen beliebten Rundweg erreichen. Dieser 8 Kilometer lange Weg von der Karakol-Schlucht ist einer der meistbesuchten Bergwanderwege Kirgisistans. Zwar ist es möglich, mit dem Auto näher an Ala-Kol heranzukommen, das unwegsame Gelände erfordert jedoch einen erfahrenen Geländefahrer. Für ein intensiveres Erlebnis kann ein Teil der Reise auch zu Pferd zurückgelegt werden.
Es wird dringend empfohlen, Ala-Kol mit einem sachkundigen Führer zu besuchen, da die Bergpfade trotz der von früheren Reisenden hinterlassenen Steinmarkierungen verwirrend sein können. Das Gehen ohne Führer birgt erhebliche Risiken, aber für diejenigen, die Abenteuer und die Schönheit unberührter Natur suchen, bietet Ala-Kol ein lohnendes Erlebnis wie kein anderes.
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