Kara-Suu-See

Kara-Suu-See

Karasuu-See, Kirgisistan

Der Karasuu-See liegt auf einer Höhe von 2,022 Metern an der Kreuzung der Regionen Talas, Naryn und Jalal-Abad in Kirgisistan. Er liegt in einer Schlucht, die von den Ausläufern Taktalyk und Ken-Kel (Kenkol) eingerahmt wird, einer Naturschönheit, die durch seismische Aktivitäten entstanden ist. Trotz seines Namens, der auf Kirgisisch „schwarzes Wasser“ bedeutet, ist das Wasser des Sees auffallend himmelblau und bildet einen faszinierenden Kontrast zur umgebenden Landschaft.

Kara-Suu erstreckt sich über etwa 16 Quadratkilometer und ist an seiner tiefsten Stelle 90 Meter tief. Der See wird vom Shibe-Fluss gespeist, während der 85 Kilometer lange Kara-Suu-Fluss abfließt und schließlich in den Naryn-Fluss mündet. Selbst im Sommer bleibt das Wasser des Sees erfrischend kühl.

Der Zugang zum Südufer ist relativ einfach und bietet atemberaubende Ausblicke, während die mit schroffen Felsbrocken geschmückte Nordseite eine rauere Schönheit aufweist. Abenteurer und Kletterer bevorzugen diese Nordseite oft wegen ihrer malerischen Aussicht, darunter ein atemberaubendes Panorama des Alampasa Peak.

Die Umgebung von Kara-Suu ist üppig und vielfältig. Hohe Tien-Shan-Fichten teilen sich die Landschaft mit Ebereschen, Birken, Berberitzen, Geißblatt und wilden Obstbäumen. Auch Hagebuttenbüsche gedeihen hier. Im See selbst werden Fischarten wie Marinka und Peled gezüchtet, obwohl das Fischen unabhängig von Größe und Gewicht des Fisches streng verboten ist.

In den wärmeren Monaten erwacht das Südufer zum Leben, wenn die örtlichen Hirten ihre Jurten aufstellen und ihr Vieh weiden lassen. Es ist eine Szene, die die zeitlosen Hirtentraditionen der Region widerspiegelt.

Ganz in der Nähe von Kara-Suu, auf einer Höhe von 2,303 Metern, liegt ein weiteres Naturjuwel – der Kapka-Tash-See. Dieser See, dessen kirgisischer Name „Steintor“ bedeutet, entstand ebenfalls durch ein Erdbeben und hat den rauen, ungezähmten Charme der Gegend.

Besucher sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Reise nach Kara-Suu nichts für schwache Nerven ist, da es keine befestigten Straßen gibt und die nächste Siedlung 50 Kilometer entfernt ist. Dies macht dies zu einem Abenteuer für diejenigen, die die wahre Wildnis suchen.

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