Siedlung Abiverd

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Siedlung Abiverd

Abiverd

Die antike Siedlung Abiverd ist neben anderen bemerkenswerten Stätten wie Kunya-Urgench, Nissa, Merv und Dakhistan eines der acht historischen Reservate Turkmenistans. Eingebettet zwischen Ashgabat und Mary, in der Nähe von Kushka, erzählen die Ruinen von Abiverd die Geschichte einer einst blühenden Stadt mit einer geschichtsträchtigen Vergangenheit.

Abiverd, im Laufe der Geschichte unter verschiedenen Namen bekannt – Baverd, Abaverd, Paart, Pavart und Peshtak – war ein bedeutendes Zentrum in Nord-Churasan. Historische Berichte beschreiben es als „eine Stadt mit fruchtbaren Böden und reichen Ernten, berühmt für ihren prächtigen Markt und ihre Moschee“. Es diente als beeindruckende Festung und bot seinen Bewohnern Schutz vor nomadischen Invasionen. Die Festung war strategisch mit einem einzigen Tor nach Südwesten angelegt und in ihrem Herzen stand eine Moschee, die im frühen 15. Jahrhundert neben dem zentralen Platz erbaut wurde.

Im Jahr 652 n. Chr., während der Herrschaft des Kalifen Osman, wurde Abiverd zum Streitpunkt zwischen verschiedenen arabischen Kalifen. Unter dem Kalifat der Abbasiden war die Stadt Teil von Khurasan und wurde von bedeutenden Dynastien wie den Takhiriden, Saffariden und Samaniden regiert. Im 12. Jahrhundert fiel Abiverd jedoch an die Mongolen. Die Stadt wurde von Tulikhan, dem ältesten Sohn von Dschingis Khan, brutal zerstört, der die einst imposanten Befestigungsanlagen abbaute und sie in Ruinen zurückließ.

Archäologische Untersuchungen von Abiverd haben ergeben, dass sich im südöstlichen und nordwestlichen Teil der Stadt Handwerkerviertel befanden. In der Nähe der Zitadelle gefundene Artefakte, darunter Metallarbeiten und Schmuck, deuten auf die Anwesenheit erfahrener Handwerker und Juweliere hin. In der Gegend freigelegte Keramikfragmente zeugen von einem hohen Maß an Handwerkskunst und unterstreichen Abiverds Bedeutung als wichtiges Handels- und Handwerkszentrum in Nord-Churasan.

Heute präsentiert sich Abiverd als relativ bescheidene Landschaft. Die sanften Konturen seiner alten Ruinen sind ein stilles Zeugnis seiner dramatischen Geschichte, seiner einstigen Pracht und seiner luxuriösen Vergangenheit. 

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