Abu-Said Mitkhene Mausoleum

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Abu-Said Mitkhene Mausoleum

Abu-Said Mitkhene Mausoleum
Abu-Said Mitkhene Mausoleum

Im Dorf Miana in der Nähe von Aschgabat steht das Mausoleum von Abu Said Mitkhene, das vor Ort auch als Miana-Baba bekannt ist. Dieses Mausoleum gilt als eines der architektonischen Wunderwerke Turkmenistans aus dem Mittelalter und nimmt einen herausragenden Platz unter den historischen Schätzen der Region ein.

Abu Said ibn Abulkhayr (968-1049) war eine herausragende Persönlichkeit der Seldschukenzeit und berühmt für seine tiefgreifenden Beiträge zum Sufismus und zur religiösen Gelehrsamkeit. Er erhielt von klein auf eine gründliche theologische Ausbildung und widmete sein Leben spirituellen und intellektuellen Bestrebungen. Als führender Sufi wurde Abu Said Mitkhene von vielen Seldschukenherrschern verehrt, die seinen Rat und Segen suchten. Er begann seine religiöse Reise in Gazna, der Hauptstadt des Ghaznawidenreichs, setzte seine Studien in Merv fort und ließ sich schließlich in Mekhna nieder, wo er 1049 verstarb.

Sein Einfluss reichte weit in die seldschukische Politik hinein. Historischen Berichten zufolge proklamierte Abu Said ibn Abulkhayr nach der entscheidenden Schlacht von Dandanakan im Jahr 1040, die den Seldschuken Chorasan sicherte, Togrul-bek und seinen Bruder Chagry-bek noch auf dem Schlachtfeld zu Herrschern Chorasans und prägte damit die politische Landschaft der Region.

Nach Abu Said Mitkhenes Tod wurde seine Grabstätte schnell als heiliger Ort anerkannt. Über seinem Grab wurde ein Mausoleum errichtet, das zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert mehrmals umgebaut wurde. Berühmte Persönlichkeiten wie Sultan Sanjar und Khorezmshah Al-Arslan sorgten dafür, dass das Mausoleum während dieser Zeiträume sorgfältig gepflegt wurde.

Architektonisch ist das Mausoleum ein Beispiel für die klassische mittelalterliche Portalkuppel-Konstruktion. Die Struktur ist kubisch geformt und verfügt über ein auffällig verziertes Portal aus glasierter Keramik. Der Innenraum ist quadratisch, und eine umfassende Renovierung im frühen 14. Jahrhundert veränderte seine dekorativen Elemente erheblich. Ursprünglich war das Portal des Mausoleums mit leuchtend blauen und roten Gemälden geschmückt, die die Wände von oben bis unten bedeckten, und auch reich verziert mit Mosaikmustern.

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