
Am 12. September 2001 stellte Saparmurat Nijasow, der lebenslange Präsident des neutralen Turkmenistans und weithin bekannt als Turkmenbashi der Große, der turkmenischen Welt sein Meisterwerk vor: das heilige Buch, das als Ruhnama („Spiritualität“) bekannt ist. Fünf Jahre lang, beginnend im Jahr 1997, arbeitete der Staatschef unermüdlich, Tag und Nacht, um ein positives Bild des turkmenischen Volkes zu schaffen, indem er seine Geschichte, Bräuche, spirituellen Werte und vieles mehr neu interpretierte.
Das Ruhnama erklärt, dass die Turkmenen („Turk Iman“ – „des Lichts“) ein auserwähltes Volk sind, das vor 5,000 Jahren von Allah selbst erschaffen wurde. Dem Buch zufolge waren die Turkmenen die ersten, die das Rad und den Karren erfanden, und die ersten, die Metall schmolzen. Der Text behauptet, dass die Turkmenen über 70 Staaten im heutigen Eurasien gründeten, darunter Parthien und das Seldschukenreich. Die Darstellung des Buches wird zwar subjektiv, aber als äußerst bedeutsam und gut ausgearbeitet beschrieben, wobei die Bewertung denjenigen überlassen bleibt, die es repräsentiert.
Nach seiner Veröffentlichung nahm der Einfluss des Ruhnama sprunghaft zu. Es wurden nationale Feiertage zu seinen Ehren eingeführt, Monate des Jahres umbenannt, spezielle Institutionen gegründet, die dem Buch gewidmet waren, und obligatorische Prüfungen zum Ruhnama wurden Teil des nationalen Lebens.
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