
In den 1990er Jahren machten Archäologen in den weiten Weiten der östlichen Karakum-Wüste in der Oase Maria eine bemerkenswerte Entdeckung: eine enorme Nekropole aus dem 3. bis 2. Jahrtausend v. Chr. Dieser Ort, einst Heimat einer blühenden Hauptstadt, die heute als Gonur Tepe bekannt ist (was aus dem Turkmenischen übersetzt „Grauer Hügel“ bedeutet), umfasste einen Palast und mehrere Tempel, die an Pracht mit denen in Assyrien und Babylon konkurrierten.
Die Ausgrabungen dieser antiken Stätte haben Wissenschaftlern und Historikern gleichermaßen außergewöhnliche Erkenntnisse geliefert. Die Tempelstadt Gonur Tepe, die größte Siedlung in Margiana, lag Tausende von Jahren unter dem Wüstensand verborgen und begann langsam, ihre Geheimnisse preiszugeben. Die wahre Größe von Gonur Tepe, das auf einem kleinen Hügel am rechten Ufer des Murgab-Flusses liegt, bleibt ein Rätsel, während die Ausgrabungen andauern. Vorläufige Schätzungen gehen davon aus, dass die antike Stadt zwischen 30 und 50 Hektar groß gewesen sein könnte (wobei 1 Hektar 10,000 Quadratmetern entspricht). Anders als typische Hauptstädte, die von einem Herrscher regiert werden, wurde Gonur Tepe von einer spirituellen Figur, einem obersten Priester, geführt, der vom Volk aus Respekt und Glauben und nicht aus Zwang verehrt wurde.
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