
Die Askhab-Mausoleen in Merv gelten als bedeutendes Heiligtum aus der Timuriden-Ära und sind zwei der frühesten und ergebensten Gefährten des Propheten Mohammed gewidmet: Abu Dhar al-Ghifari und Abu Buraidah al-Aslami. Diese beiden Persönlichkeiten gehörten zu den ersten, die den Islam annahmen, und erhielten den Ehrentitel Askhabs, was „Gefährten“ des Propheten bedeutet. Nach ihrem Tod wurden ihre Grabstätten zu heiligen Heiligtümern für die lokale Bevölkerung, und im 15. Jahrhundert errichtete die Timuriden-Dynastie einen religiösen Komplex um diese Gräber.
Die Gräber selbst sind aus schwarzem Marmor gefertigt und mit aufwendigen Reliefschnitzereien mit Blumenmotiven und Inschriften verziert, die die exquisite Kunstfertigkeit der Zeit zur Schau stellen. Diese heiligen Monumente stehen hoch im Herzen des Mausoleums, flankiert von zwei restaurierten Aivans, die genau nach Süden ausgerichtet sind. Historische Fotografien aus dem späten 19. Jahrhundert zeigen, dass diese Aivans einst eine beeindruckende Höhe von etwa 12 Metern hatten und mit leuchtend blauen und türkisfarbenen Fliesen verziert waren. Auf der Rückwand des Mausoleums ist deutlich das Wort „ALLAH“ in Kufi-Schrift zu sehen, umgeben von mehreren diagonal angeordneten Quadraten, was zur spirituellen Atmosphäre des Ortes beiträgt.
Der architektonische Stil der Askhab-Mausoleen, der durch die beiden nebeneinander liegenden Iwans (große Eingänge oder Portale) gekennzeichnet ist, lässt darauf schließen, dass die ursprünglichen Bauten wahrscheinlich während der Seldschukenzeit zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert errichtet wurden. Diese frühen Monumente wurden jedoch während der Mongoleninvasionen im frühen 13. Jahrhundert zerstört. Die Timuriden bauten die Stätte später im 15. oder 16. Jahrhundert wieder auf und stellten ihren früheren Glanz wieder her.
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