
Das 1968 als Mary Museum of History and Revolution gegründete Mary History Museum hat seit seiner Gründung bedeutende Veränderungen erfahren. Die erste Ausstellung des Museums öffnete 1974 ihre Türen für die Öffentlichkeit. Nach der Unabhängigkeit Turkmenistans wurde das Museum 2008 in ein neues, großes Gebäude aus weißem Marmor im Herzen von Mary verlegt. Dieses beeindruckende Bauwerk, das von der türkischen Firma Sedas Insaat Anonim Sirketi erbaut wurde, hatte einen stolzen Preis von fast 18 Millionen Dollar. Das dreistöckige Gebäude ist an seiner Mittel- und Seitenfassade mit weißem Marmor geschmückt, während das obere Untergeschoss mit buntem Granit verziert ist. Auf einer Fläche von 10,000 Quadratmetern bietet das Museum 4,000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Innerhalb seiner Mauern können Besucher sechs Ausstellungshallen, eine Konferenzhalle, Restaurierungsräume, Lagereinrichtungen und Labore erkunden. Fünf dieser Hallen beherbergen Dauerausstellungen, während die sechste für temporäre thematische Ausstellungen reserviert ist. Die umfangreiche Sammlung des Museums umfasst rund 40,000 Exponate.
Beim Betreten des Erdgeschosses werden die Besucher im Renaissancesaal begrüßt, der der jüngsten Geschichte Turkmenistans gewidmet ist. In diesem Saal sind Exponate im Zusammenhang mit der Unabhängigkeit des Landes zu sehen, darunter zahlreiche Porträts von Präsident Gurbanguly Berdymukhamedov sowie Dokumentenarchive und Fotografien.
Die anderen Themenhallen beherbergen archäologische Funde aus den antiken Städten Merv und Gonur. Zu diesen Exponaten gehören Gefäße aus Bronze und Keramik, antiker Schmuck, Waffen und Alltagsgegenstände, die Jahrtausende alt sind. So geben etwa Bronzefiguren zoroastrischer Göttinnen, Stempelamulette und Mosaike einen Einblick in die Margiana-Kultur der Bronzezeit. Das Herzstück der archäologischen Halle ist jedoch ihre Sammlung aus der Zeit der Großseldschuken in Merv. Hier können Besucher gestempelte und glasierte Keramik, bronzene Kandelaber und ein Schachspiel aus Elfenbein bestaunen, die alle aus dem 10. und 11. Jahrhundert stammen.
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