
Das antike Merv ist ein Traumziel für Reisende, die von antiken Kulturen und verlorenen Zivilisationen fasziniert sind. Heute befinden sich in diesem riesigen Gebiet die Überreste von mindestens fünf antiken Städten aus verschiedenen historischen Epochen. Das Land von Margush gilt zu Recht als eine der ältesten Zivilisationen der Erde. Moderne Historiker glauben, dass es neben Ägypten, Mesopotamien, China und Indien als eines der vier großen Kulturzentren der antiken Welt anerkannt werden sollte.
Merv war ein wichtiger Knotenpunkt auf der internationalen Karawanenroute der Großen Seidenstraße und diente als Hauptstadt der wohlhabenden Region Margiana. Der Name der Stadt erscheint im heiligen zoroastrischen Text „Avesta“ als „Mouru“. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Name von Margush zu Margiana, Margav, Maru und schließlich Merv.
Unter der Herrschaft der turkmenischen Seldschuken-Dynastie erreichte die islamische Architektur ihren Höhepunkt, und Merv spielte in dieser Zeit eine bedeutende Rolle. Die Entwicklung der Stadt zu einem anerkannten intellektuellen und kulturellen Zentrum wurde stark vom Erbe vorangegangener Epochen beeinflusst.
Die vorislamischen Traditionen der Turkmenen, die aus der Zeit der Oghuz Khan Turkmenen stammen, wurden nahtlos in die mittelalterliche Kultur des Ostens integriert, die durch die arabische Sprache geprägt war, die Gelehrte unterschiedlicher Herkunft vereinte. Zu dieser Zeit war Merv als „Shahu-Jahan“ bekannt, was „Königin der Welt“ bedeutet. Die Pracht der Stadt entsprach ihrem Status als Hauptstadt.
Ausgrabungen in Sultan-Kala zeigen, wie städtisch das Leben in Merv war. Die Stadt wird durch die Mauern einer alten Festung repräsentiert, die die perfekten Proportionen des Mausoleums von Sultan Sanjar harmonisch ergänzen. Darüber hinaus gibt es auf der Stätte massive, umgedrehte schüsselförmige Strukturen („Sardobas“), die zur Lagerung von Schnee dienten, der selbst in den heißesten Sommern nicht schmolz.
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