
Aus den kargen, wasserlosen Lehmebenen des Balkan-Velayat, einst als Misrian-Tal bekannt, erheben sich die rätselhaften Ruinen von Dekhistan – einer antiken Stadt, die als eine der abgelegensten und isoliertesten der Geschichte gilt. Diese einst blühende mittelalterliche Siedlung lag strategisch günstig an einer Karawanenroute, die Khoresm und das persische Hyrkanien verband. Dekhistan, im Herzen der Misrian-Oase gelegen, wurde auch als Misrian oder Messorian bezeichnet. Der Name „Dekhistan“ soll von den Dakhs stammen, einem Stamm, der einst in diesem Gebiet lebte.
Dekhistan entstand erstmals im späten 8. und frühen 9. Jahrhundert und erreichte seinen Höhepunkt während der Herrschaft der Khorezmshah-Dynastie. Die Stadt erstreckte sich über ungefähr 200 Hektar und war mit einem doppelten Ring von Verteidigungsmauern befestigt. Historiker dieser Zeit beschrieben Dekhistan als bedeutende Stadt und erwähnten ihre große Moschee und ihre Rolle als Grenzfestung gegen die türkischen Oghusenstämme.
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