Usbekistan stärkt seine nationale Marke

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Usbekistan stärkt seine nationale Marke durch Tourismus und geografische Angaben

Rund 100 Produkte im Land können als geografische Angabe registriert werden

Usbekistan fördert aktiv seinen Tourismussektor und nationale Marken durch die Ausweitung der registrierten Produkte mit geografischen Angaben. Bekannt für sein reiches historisches und kulturelles Erbe, sein einzigartiges Kunsthandwerk und seine unverwechselbare Küche, hat das Land kürzlich seine Bemühungen zur offiziellen Registrierung solcher Produkte intensiviert, um so ihre Authentizität zu sichern und ihre weltweite Anerkennung zu stärken.

Die Regierung engagiert sich für die Entwicklung des Gastronomie- und Kulturtourismus und nutzt die Registrierung geografisch geschützter Namen, um nationale Marken aufzuwerten. Im Februar 2023 unterzeichnete Präsident Shavkat Mirziyoyev ein Gesetz zu Produkten mit geografischen Angaben – ein wichtiger Meilenstein im Bereich des geistigen Eigentums des Landes.

Nach der Verabschiedung dieses Gesetzes registrierte das Justizministerium erstmals mehrere traditionelle Gegenstände aus dem Fergana-Tal, darunter den Atlas und die Adras von Margilan – beides ikonische Seidenstoffe – und das Kokand-Messer, ein Symbol lokaler Handwerkskunst.

Im Jahr 2023 wurde der Status einer geografischen Angabe auch Tandyr-Fleisch aus Zamin in der Region Jizzax und Kebabs aus Gijduvan in Buchara verliehen. Im darauffolgenden Jahr 2024 wurden Tandyr-Fleisch aus Guzar in Kaschkadarja, die berühmte Eierpastete aus Choresmien, sowie das Messer und die Tubeteika (traditionelle Kappe) aus Tschust in der Region Namangan aufgenommen.

In den letzten drei Jahren wurden mehr als zehn Produkte offiziell unter dieser Bezeichnung registriert, was die Dynamik dieser Initiative unterstreicht. Allein in diesem Jahr wurde die Liste um Samsa aus dem Dorf Sokak bei Taschkent und die Tubeteika aus Andischan erweitert. Ebenfalls registriert wurden Produkte mit jahrtausendelanger Geschichte wie Samarkand-Brot, Nutava-Suppe und Samarkand-Maulbeerpapier, die alle die tief verwurzelten kulturellen Traditionen der Region widerspiegeln.

Gemäß dem Gesetz sind Registrierungsanträge beim Justizministerium einzureichen, das innerhalb eines Monats Zertifikate ausstellt. Um die Plattform zu fördern und das Angebot registrierter Produkte zu erweitern, organisiert das dem Justizministerium unterstellte Zentrum für geistiges Eigentum Seminare, Konferenzen und Messen, um den Wissensaustausch und die Beteiligung der Öffentlichkeit zu fördern.

Informationen des Justizministeriums an den Anadolu-Korrespondenten zeigen, dass derzeit in ganz Usbekistan rund 100 Produkte für die Registrierung einer geografischen Angabe in Frage kommen und das Verfahren bereits läuft. Dazu gehören Buchara-Teppiche, Äpfel aus Bachmal, Melonen aus Mirzachul und Khorezm, Trauben aus Parkent, Kirschen aus Kokand, Reis und Fisch aus Khorezm, Radieschen aus Altyaryk und viele andere.

Dilmuрад Aliyev, ein Vertreter der Industrie- und Handelskammer von Taschkent, betonte das reiche kulturelle Erbe, die Gastronomie und das Handwerk Usbekistans als Schlüsselgüter mit großem Potenzial für die Registrierung als geografisch angegebene Produkte.

Aliyev betonte, dass die Registrierung solcher Produkte zwar eine neue Phase für das Land darstelle, das Tempo der Arbeiten sich jedoch dank der soliden Unterstützung der Regierung deutlich beschleunigt habe.

„Die Entwicklung der Plattform für geografische Angaben wird nicht nur lokale Produkte fördern, sondern auch den gastronomischen und kulturellen Tourismus ankurbeln, was letztendlich zu einer Steigerung der Besucherzahlen führen wird“, erklärte Aliyev.