
Usbekistan hat die groß angelegte Restaurierung und den Wiederaufbau des Imam-al-Bukhari-Gedenkkomplexes in der Nähe von Samarkand abgeschlossen – einer der meistverehrten Pilgerstätten der muslimischen Welt und ein Ort von immenser spiritueller und wissenschaftlicher Bedeutung.
Die umfassende Erneuerung des Komplexes wurde 2019 auf Initiative von Präsident Shavkat Mirziyoyev eingeleitet. Laut offiziellen Angaben soll das Projekt die außergewöhnliche spirituelle Autorität und das umfangreiche wissenschaftliche Erbe von Imam al-Bukhari, dem bedeutenden Gelehrten, dessen Werk einen einzigartigen Platz in der islamischen Zivilisation einnimmt, widerspiegeln.
Im Rahmen des Projekts wurde der Komplex fast vollständig neu errichtet und sein Gelände auf 44 Hektar erweitert, wodurch er in ein monumentales religiöses, kulturelles und Bildungszentrum umgewandelt wurde. Heute umfasst das Ensemble:
Das architektonische Design verbindet auf harmonische Weise klassische islamische Motive mit modernen Bautechniken und betont so sowohl Feierlichkeit als auch Offenheit für Pilger und Besucher aus aller Welt.
Imam Muhammad ibn Ismail al-Bukhari wird als „Sultan der Hadith-Gelehrten“ verehrt und ist vor allem für seine Sammlung bekannt. Sahih al-Bukhari, eine der maßgeblichsten Hadith-Sammlungen im sunnitischen Islam. Sein intellektuelles Erbe hat die islamische Theologie, Rechtswissenschaft und Ethik über Jahrhunderte geprägt.
Das neu geschaffene, innovative Museum innerhalb des Komplexes bietet eine umfassende Reise in das Leben und Werk des Gelehrten. Die Ausstellungen umfassen:
Mithilfe von Multimedia-Installationen und wissenschaftlichen Ausstellungen hebt das Museum den Beitrag von Imam al-Bukharis zur Entwicklung der islamischen Bildung und intellektuellen Tradition hervor.
Um der wachsenden Zahl von Pilgern und Kulturtouristen gerecht zu werden, steht der Bau eines Hotelkomplexes innerhalb des Geländes kurz vor dem Abschluss. Dieser wird Folgendes umfassen:
Der erneuerte Imam-al-Bukhari-Komplex liegt etwas außerhalb von Samarkand, einer UNESCO-Weltkulturerbestadt, die für ihr Erbe an der Seidenstraße bekannt ist, und ist auf dem besten Weg, ein wichtiges Zentrum des religiösen Tourismus in Zentralasien zu werden.
