Festung Koy-Krylgan-Kala

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Festung Koy-Krylgan-Kala

Festung Koy-Krylgan-kala in Karakalpakstan
Festung Koy-Krylgan-kala in Karakalpakstan

Die Festung Koy-Krylgan-Kala, auch bekannt als Festung der verlorenen Widder, ist eine der faszinierendsten archäologischen Stätten in den weiten Khorezm-Steppen von Karakalpakstan. Diese Festung wurde 1938 zufällig von der archäologischen Expedition von Khorezm entdeckt und fällt durch ihre einzigartige kreisförmige Bauweise auf, die einen starken Kontrast zu den typischen quadratischen oder rechteckigen Festungen bildet, die in der Region häufig anzutreffen sind.

Wiederaufbau der Festung Koy-Krylgan-kala
Wiederaufbau der Festung Koy-Krylgan-kala

Die Festung verfügt über eine zentrale Zitadelle, die von einer perfekt kreisförmigen, mit Türmen geschmückten Schutzmauer umgeben ist. Diese äußere Befestigung umschließt das zentrale Gebäude und bildet einen bebauten Bereich, der als „Ring“ bezeichnet wird. Das zentrale Gebäude hat einen Durchmesser von 42 Metern und erreicht in seinem am besten erhaltenen Abschnitt eine Höhe von etwa 8 Metern. Der Gesamtdurchmesser des Festungskomplexes beträgt etwa 90 Meter.

Um die Ruinen herum sind Tausende von Tonscherben in den Sanddünen verstreut, neben bronzenen Pfeilspitzen und anderen Artefakten. Diese Funde haben den Archäologen geholfen, die Stätte zu datieren. Sie haben sie als das älteste bekannte Denkmal der alten choresmischen Staatlichkeit entlarvt, wobei die ältesten Artefakte auf das 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr. zurückgehen.

Ausgrabungen im Jahr 1950 markierten eine neue Phase bei der Erforschung der Geschichte der Festung. Archäologen stellten fest, dass Koy-Krylgan-Kala zwei unterschiedliche Entwicklungsperioden hatte: die Anfangsphase im 4. bis 3. Jahrhundert v. Chr. und eine zweite Periode in den ersten Jahrhunderten n. Chr. Es gibt Hinweise darauf, dass der zentrale Teil der Festung während ihrer frühen Entwicklung durch ein großes Feuer zerstört wurde, obwohl unklar bleibt, ob dies auf Brandstiftung oder einen Unfall zurückzuführen war.

Koy-Krylgan-Kala war eine robuste, gut befestigte Anlage mit mehreren Verteidigungsmauern, deren Überreste heute nur noch teilweise sichtbar sind. Solche Befestigungen waren typisch für das antike und frühmittelalterliche Choresmien. Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Festung auch als Tempelanlage und möglicherweise als königliche Grabstätte diente, obwohl die Identität der dort begrabenen Personen unbekannt bleibt.

Die Bewohner der Festung waren Zoroastrier, die Anahita, die Göttin des Wassers und der Flüsse, und Siyavush, den Sonnengott, verehrten. Der Grundriss der Festung spiegelt diese religiösen Praktiken wider: Der westliche Teil ist Anahita gewidmet, und der östliche und südliche Teil sind zu Ehren von Siyavush auf den Sonnenaufgang ausgerichtet. Davon zeugen zahlreiche Figuren und Reliquien, die diese Gottheiten darstellen.

Die Geschichte von Koy-Krylgan-Kala erstreckt sich über ein Jahrtausend und ist daher ein bedeutender Ort zum Verständnis des alten Staates Choresmien. Zu den bemerkenswerten Entdeckungen zählen die ältesten Beinhäuser Zentralasiens sowie Gemälde und Inschriften in der alten Choresmien-Sprache. Trotz umfangreicher Forschungen gibt die Festung Historikern und Archäologen weiterhin Rätsel auf, da sie durch ihre einzigartige Architektur und historische Bedeutung hervorsticht.

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