Die Münzstätte und eine asymmetrische Moschee mit einem Aivan wurden gleichzeitig errichtet und bildeten einen einzigen Komplex. Die berühmten Chiwa-Meister Abdulla Jin und Ibadulla waren für die Majolika-Verkleidung der Moschee verantwortlich, und die Decke des Aivan ist mit eleganten goldenen Mustern auf blauem Hintergrund geschmückt.
Im nördlichen Teil der Zitadelle wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter Mukhammad Rahim-khan II. ein Harem errichtet. Die Säulen der Aivans sind mit traditionellen geschnitzten Ornamenten bedeckt, und statt einer vollständigen Majolika-Verkleidung gibt es einzelne farbige Keramikeinlagen. Die Wände sind hell gefärbt und einfach verputzt.
Die Aivans von Chiwa sind für ihre elegante Dekoration bekannt. Künstler und Architekten bringen ihre Vorstellung von Schönheit durch kunstvolle Schnitzereien, Steinmetzarbeiten und dekorative Keramik zum Ausdruck.
Zu den erhaltenen architektonischen Denkmälern gehört ein 1657 erbautes Badehaus, das Anush-khan gewidmet ist. Dieses halb unterirdische, mehrkammerige Gebäude verfügt über ein von außen sichtbares Kuppelsystem. Das Badehaus umfasst eine Lobby, eine Garderobe, eine Hauptbadehalle, gewölbte Gänge, Ruhehäuser rund um ein Heißwasserbecken und eine zentrale Halle mit einem Kaltwasserreservoir. Das Badehaus wird durch ein System von unterirdischen Kanälen beheizt, durch die heiße Luft strömt. Diese effiziente Technologie, kombiniert mit einfallsreicher Planung und einfacher Konstruktion, verkörpert die Architektur der städtischen Gebäude von Chiwa.
Im 18. Jahrhundert wurde in den Vororten von Chiwa der Sommerpalast der Khane von Chiwa, Chadra-Hovli, errichtet. Dieses vierstöckige Gebäude umfasst ein Wintergebäude mit zwei Kammern, einem Stall und einem Lagerhaus im ersten Stock und einer Wohnung mit nach Westen und Süden ausgerichteten Aivans im zweiten Stock. Die Aivans bieten von drei Seiten Ausblicke auf die Umgebung. Beim Hinaufsteigen nehmen das Gewicht des Bodens und die Dicke der Wände dynamisch ab. Die Nordfassade verfügt über drei vertikal angeordnete Fenster.
Das Gebäude ist aus Lehmziegeln gebaut, seine Fassade ist geriffelt und die Innenseite mit Gips verkleidet. Das einzige dekorative Element an den Aivans sind die geschnitzten Holzsäulen. Das Chadra-Khovli zeichnet sich durch seine Originalität und Einfachheit aus.