Shakhi Zinda Nekropole

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Shakhi Zinda Nekropole

Shakhi Zinda Nekropole, Samarkand
Shakhi Zinda Nekropole, Samarkand

Das Shakhi Zinda Nekropole in Samarkand befindet sich ein bemerkenswertes architektonisches Ensemble, das die Essenz mittelalterlicher islamischer Kunst und Hingabe einfängt. Shakhi Zinda liegt in der Nähe der majestätischen Bibi Khanum Moschee und ist ein Komplex aus Mausoleen, die eine atemberaubende Ansammlung tiefblauer Kacheln bilden und so eine visuelle Symphonie aus Farbe und Design erzeugen. Diese heilige Stätte besteht aus elf Mausoleen, die nacheinander vom 14. bis zum 15. Jahrhundert erbaut wurden und jeweils zur Erzählung der ruhmreichen Vergangenheit Samarkands beitragen.

Die Nekropole wird liebevoll „Straßenfriedhof“ genannt und liegt in der Nähe der antiken Siedlung Afrasiab. Die Mausoleen aus den Jahren 1370 bis 1449 säumen die Straßen so, dass sie von oben betrachtet wie eine zarte Halskette aussehen, wobei jede blaue Kuppel eine Perle darstellt, die entlang des historischen Stadtgefüges aufgereiht ist.

Shakhi Zinda ist die letzte Ruhestätte von Königen und Adeligen, aber am bekanntesten ist es für das angebliche Grab von Kusam ibn Abbas, dem Cousin des Propheten Mohammed. Der Name Shakhi Zinda bedeutet auf Persisch „Der lebende König“, ein Titel, der die anhaltende spirituelle Präsenz von Kusam ibn Abbas widerspiegelt, dem die Einführung des Islam in die Region zugeschrieben wird. Im Laufe der Zeit hat sich der Komplex zu einem bedeutenden Pilgerziel entwickelt und wird als heilige Stätte verehrt.

Der Legende nach kam Kusam ibn Abbas im Jahr 640 nach Samarkand, um die Lehren des Islam zu verbreiten, und erlitt beim Beten durch die Zoroastrier das Schicksal eines Märtyrers. Sein Grab hat seitdem unzählige Besucher angezogen, die spirituellen Trost suchten, und viele glauben, dass die Wasserquelle am Grab heilende Kräfte hat.

Die architektonische Harmonie der Mausoleen von Shakhi Zinda ist ein Beweis für den Einfallsreichtum ihrer Schöpfer. Jedes Mausoleum ist ein quadratisches Bauwerk mit einer Kuppel und einem Portikus-Eingang. Die aufwendigen Dekorationen umfassen gebrannte Ziegel, Majolika-Fliesen und geschnitzte Mosaike und zeigen das reiche künstlerische Erbe der Ära.

Der große Eingang zur Krypta von Shakhi Zinda markiert den Höhepunkt des Ensembles. Eine Inschrift am Eingang besagt, dass sie im Jahr 838 (1434/35 n. Chr.) von Abdulazizhan, einem Nachfahren des großen Timur, geschaffen wurde. 36 Stufen führen zu einer offenen Galerie, die von Krypten flankiert wird, die Tamerlans Verwandten gehörten. Dieser Durchgang mündet in einen runden Innenhof mit einem Gewölbebogen, unter dem sich eine alte Tür befindet. Diese Tür öffnet sich zum Herzen von Shakhi Zinda – dem Mausoleum von Kusam ibn Abbas, dem verehrten „lebenden König“.

Die Nekropole von Shakhi Zinda ist eine Chronik des Glaubens, der Kunst und der Geschichte und verewigt die spirituelle Reise von Samarkand durch die Jahrhunderte. Sie fungiert als Brücke zwischen dem Irdischen und dem Göttlichen und lädt alle Besucher ein, an ihrer zeitlosen Geschichte teilzuhaben.

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