
Im Herzen der Stadt Taschkent steht das nach Imam al-Bukhari benannte Islamische Institut als Zeugnis des beständigen Erbes islamischer Gelehrsamkeit. Das 1971 von dem angesehenen Scheich Ziyauddinkhan ibn Eshon Babakhan, einer in der islamischen Religionsgemeinschaft hoch angesehenen Persönlichkeit, gegründete Institut war ein bedeutender Meilenstein, da es das erste seiner Art in der UdSSR war, das sich dem Studium des Islam widmete.
Das Gebäude des Instituts erhebt sich auf dem historischen Gelände der Namozgoh-Moschee, einem Heiligtum aus dem 19. Jahrhundert, das wie viele religiöse Gebäude während der Revolution verfiel. Die Entscheidung, das islamische Institut an diesem Ort wieder aufzubauen, war ein symbolischer Akt der Wiederherstellung und Ehrerbietung. Erst 1997 erhielt das Institut seine moderne Form nach einer umfassenden Renovierung des Hast-Imam-Komplexes, der das Institut in seinen heiligen Bezirk einschließt.
Jedes Jahr bildet das Taschkent Islamic Institute bis zu 200 Studenten weiter und vermittelt ihnen Wissen, das ihnen nach ihrem Abschluss sowohl in religiösen als auch in weltlichen Funktionen von Nutzen ist. Der Lehrplan des Instituts ist ein Gemeinschaftsprojekt, das vom Komitee für religiöse Angelegenheiten und dem Ministerium für Hochschulbildung genehmigt wurde. So wird sichergestellt, dass die Absolventen mit von den staatlichen Behörden anerkannten Diplomen abschließen.
Zu den Alumni des Instituts gehört eine Liste angesehener Gelehrter, Muftis und Ulemas aus der GUS, die in der muslimischen Welt zu Ansehen gelangt sind. Namen wie Ravil Gainutdin, Achmad Kadyrow, Umar Idrisow und Allahshukur Pashazade ragen als Koryphäen heraus, die in seinen Hallen wandelten und wesentlich zum Diskurs islamischen Denkens und islamischer Führung beitrugen.
Die Bibliothek des Islamischen Instituts verfügt über eine umfangreiche Sammlung islamischer Texte, darunter einige seltene Manuskripte, die Forscher und Gelehrte aus aller Welt anziehen. Das Institut organisiert auch Konferenzen, Seminare und Workshops, die sich mit den Komplexitäten der islamischen Rechtsprechung, Theologie und Geschichte befassen und so zum lebendigen intellektuellen Leben Taschkents beitragen.
Darüber hinaus ist die Architektur des Instituts eine harmonische Mischung aus traditionellem islamischem Design und zeitgenössischer Ästhetik. Aufwändige Kalligraphie und geometrische Muster zieren die Wände und Innenhöfe. Diese architektonische Pracht wird durch moderne Einrichtungen ergänzt, die den Studenten eine förderliche Lernumgebung bieten.
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