
Das Dorf Nanaï liegt auf einer Höhe von 900 Metern über dem Meeresspiegel am linken Ufer des Flusses Pskem im Bezirk Bostanlyk der Region Taschkent. Nanaï hat etwa 4,000 Einwohner und liegt nur zwei Autostunden von Taschkent entfernt. Damit ist es ein bequemer Rückzugsort für alle, die dem Stadtleben entfliehen möchten.
Das Klima in dieser Region ist typisch für Vorgebirgsregionen. Die Sommertemperaturen steigen auf bis zu +40 °C und im Winter sinken die Temperaturen auf frostige -20 °C, begleitet von Schneefall. Die Nähe des Charvak-Stausees befeuchtet die Luft jedoch erheblich und mildert die Sommerhitze. In den Frühlings- und Herbstmonaten regnet es häufig, was die üppige Landschaft noch verstärkt.
Interessanterweise gibt es in Usbekistan zwei Dörfer mit dem Namen Nanaï — einer in Namangan und die andere in Taschkent. Einer lokalen Legende zufolge geriet eine Gruppe von Bewohnern des Namangan Nanaï in Konflikt mit ihren Nachbarn und war gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Nachdem sie durch die Berge gewandert waren, entdeckten sie ein fruchtbares Tal am Fluss Pskem und gründeten eine neue Siedlung. Aus Nostalgie für ihre Herkunft behielten sie den Namen Nanaï.
Die Bewohner von Pskem Nanaï erzählen jedoch eine andere Geschichte. Sie behaupten, ihr Dorf existiere seit der Zeit Alexanders des Großen und habe ursprünglich als befestigter Außenposten für die Armee des Königs gedient. Im Laufe der Zeit habe es sich zu einer Karawanserei entwickelt und sich schließlich zu einer Siedlung entwickelt. Die sogenannte „große Migration“ des Nanaï-Volkes fand erst vor 400 Jahren statt und führte zur Ansiedlung ihrer Verwandten in Saryagach, Gazalkent und Fergana, während damals nur 400 Menschen in Nanaï lebten.
Fahrt durch malerische Bergstraßen
Seilbahnfahrt zum Kumbelgrat
Panoramablick auf Big Chimgan
Reiten in der Bergschlucht
Mittagessen in einem lokalen Restaurant