
Das Mausoleum ist einer Figur namens „Hazrati Imom“ (Heiliger Imam) gewidmet, ein Titel, der Abu Bakr Muhammad ibn Ali ibn Ismail Al-Kaffal Al-Kabir as-Shashi im 10. Jahrhundert verliehen wurde, ein Name, der im modernen Taschkent Ehrfurcht auslöst.
Abu Bakr Muhammad, besser bekannt als Kaffal-Shashi, war ein Polyhistor: ein mutiger Dichter, ein Linguist, der mehrere Sprachen fließend beherrschte, und ein angesehener Autor zahlreicher Abhandlungen über das islamische Recht. Er wurde im Jahr 291 nach dem Hijri-Kalender (903/904 n. Chr.) in Ash-Shash, dem alten Namen des heutigen Taschkent, geboren und war der Sohn eines ausgebildeten Schlossers. Die Werkstatt seines Vaters diente dem jungen Kaffal-Shashi nicht nur als erste Lehrstätte für die Kunst des Schlosserhandwerks, sondern entfachte auch seine Leidenschaft für das Lesen und die Poesie, eine Beschäftigung, die noch heute unter der Jugend gepflegt wird.
Kaffal-Shashis Suche nach Wissen führte ihn von seiner Heimatstadt zu den gelehrten Zentren von Khorasan und schließlich nach Bagdad, der Hauptstadt des Kalifats und dem Epizentrum der islamischen Gelehrsamkeit. Dort studierte er unter der Anleitung des berühmten islamischen Historikers und Theologen Imam Abu Jaf'ar Muhammad ibn Jarir al-Tabari und nahm dabei die reiche Vielfalt der islamischen Geschichte, Theologie und Rechtswissenschaft in sich auf.
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