Museum der Opfer politischer Repression

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Museum der Opfer politischer Repression

Im Herzen von Taschkents steht inmitten eines ruhigen Parks eine ergreifende Hommage an die Widerstandskraft des menschlichen Geistes – das Museum der Opfer politischer Repression. Dieses feierliche Museum wurde am 31. August 2002 eingeweiht und ist seitdem zu einem Eckpfeiler des nationalen Gedenkens geworden. Das Datum selbst wird als Tag des Gedenkens an die Opfer politischer Repressionen begangen. Als einzigartige Institution innerhalb der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) fasst es die düsteren Kapitel der Geschichte Usbekistans zusammen, die von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts reichen.

Die Erzählung des Museums beginnt in den 1860er Jahren, inmitten des Tumults der kolonialen Bestrebungen des Russischen Reichs in Zentralasien. Es war eine Zeit, in der die einheimische Bevölkerung tapfer gegen die Verletzung ihrer Freiheit und ihres Heimatlandes widerstand. Die Folgen der Oktoberrevolution brachten weitere Unruhen, da das Sowjetregime jeden Anschein von Dissens zu unterdrücken versuchte und die intellektuelle Elite des Landes, die sich nach Souveränität sehnte, sowie diejenigen auslöschte, die nur der Subversion verdächtigt wurden. Die Ära der Herrschaft Stalins ist als die grauenvollste Epoche Usbekistans in die Geschichte eingegangen, in der zahllose Menschen verhaftet, viele hingerichtet und andere in Arbeitslagern umgekommen und als Staatsfeinde gebrandmarkt wurden. Die 1980er Jahre waren geprägt vom berüchtigten „Baumwollfall“, in dessen Verlauf über 800 Strafverfahren gegen Personen eingeleitet wurden, denen vorgeworfen wurde, ihre Baumwollproduktionsquoten nicht erfüllt zu haben.

Das Museum der Opfer politischer Repression dient als Hüter der Erinnerung und beherbergt eine Reihe von Exponaten, darunter Fotos, Dokumente und persönliche Gegenstände derjenigen, die unter repressiven Regimen gelitten haben. Die Besucher werden mit der harten Realität der Vergangenheit konfrontiert, und zwar anhand detaillierter Modelle von Konzentrationslagern und Gefängnissen sowie dem erschreckenden Symbol der Unterdrückung – einem „Gefängniswagen“, der vom Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten zum Transport von des Hochverrats Angeklagten verwendet wurde.

Das Museum befindet sich im Gedenkkomplex „Shakhidlar Hotirasi“ (was so viel heißt wie „Im Gedenken an die Opfer der Repression“) gegenüber dem Fernsehturm von Taschkent und ist historisch bedeutsam. Während des Baus des Turms wurden Massengräber freigelegt, die die düstere Vergangenheit des Ortes als Ort beschleunigter Prozesse gegen Unterdrückte im frühen 20. Jahrhundert enthüllten.

Adresse:  Amir Temur Str., Taschkent (in der Nähe des Taschkent-Fernsehturms)
Telefon: (998 71) 244-73-31, 212-42-46
Öffnungszeiten: 9:00 bis 05:00 Uhr
Freier Tag: Montag