
In den malerischen Außenbezirken der Region Taschkent steht ein Wunderwerk der Technik und Wissenschaft als Leuchtturm menschlicher Genialität – der Solarofen. Dieser 54 Meter hohe, kolossale Solarofen verfügt über einen Parabolspiegel, der die Sonnenenergie nutzt, um fast augenblicklich glühende Temperaturen von über 3000 °C zu erzeugen. Es ist ein Ort, an dem die Komplexität der Wissenschaft auf den Nervenkitzel der Entdeckung trifft und der Besuchern aus allen Gesellschaftsschichten eine Mischung aus Bildungs- und Freizeitaktivitäten bietet.
Der Solarofen liegt auf einem Hügel in der Nähe der Stadt Parkent, nur 45 Kilometer von Taschkent entfernt, und überblickt das Dorf Changikhisarak. Er ist unter verschiedenen Namen wie Sonnenofen, Physik-Sonne und Sonneninstitut von Usbekistan bekannt und wird von Wissenschaftlern liebevoll als „Heliopolygon“ und „Heliokomplex“ bezeichnet. Diese Namen, jeder mit seiner eigenen historischen Bedeutung, spiegeln das vielfältige Erbe der Anlage wider.
Die Wurzeln dieses Solargiganten reichen zurück bis ins Jahr 1940, als in Taschkent ein physikalisch-technisches Labor gegründet wurde, aus dem 1943 das Physikalisch-Technische Institut entstand. Im darauffolgenden Jahrzehnt gründete der usbekische Wissenschaftler Sadik Azimov, der sich hauptsächlich auf Kernphysik konzentrierte, am Institut ein Labor für kosmische Strahlung. Die 1970er Jahre markierten einen Wendepunkt, als Azimov sich für erneuerbare Energien einsetzte, was 1981 mit dem Bau des Großen Solarofens in der Nähe von Parkent gipfelte. 1986, als die Anlage fast fertig war, wurde die Forschungs- und Produktionsvereinigung Physik-Sonne gegründet, die 1987 zur Einweihung des Solarofens führte.
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