
Die Tillya-Scheich-Moschee ist ein Leuchtfeuer islamischer Tradition und ein Symbol der historischen Größe Taschkents. Dieses prachtvolle Bauwerk, einst die wichtigste Moschee für Freitagsgebete, wurde 1857 von einem der reichsten Kaufleute der Stadt, einem gläubigen Moslem, in Auftrag gegeben. Der Name „Tillya-Scheich“ bedeutet „Goldene Scheich-Moschee“, ein Titel, der ihrem Status als eine der größten Moscheen Taschkents bis heute gerecht wird.
Das rechteckige Gebäude der Moschee wird von zwei hoch aufragenden Minaretten flankiert, die früher als Orientierungspunkte für Handelskarawanen dienten. Diese Minarette, die über Wendeltreppen erreichbar sind, werden traditionell von Imamen genutzt, um die Gläubigen zum Gebet zu rufen. Die Minarette sind mit Kuppeln in einem auffälligen Blauton verziert, während die Wände der Moschee mit komplizierten Mosaikmustern versehen sind.
Der Hauptgebetsraum, der Winterraum genannt wird, ist mit Teppich ausgelegt und darf nur barfuß betreten werden. Im Herzen der Moschee befindet sich eine wunderschön geschnitzte Holzkanzel, von der aus der Imam die Gebete leitet. Neben der Kanzel befindet sich der Mihrab, eine kunstvoll gestaltete Nische, die die Richtung nach Mekka anzeigt und in die die Gläubigen während des Gebets blicken. Die Decken der Moschee sind exquisit bemalt und ihre Fenster sind mit Pandjara verziert – einem filigranen Gitter aus einer Mischung aus Gips und Ton. Das Fotografieren in diesem heiligen Raum ist respektvoll untersagt.
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