
Im Bezirk Bostanlyk der Region Taschkent, etwa hundert Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Usbekistans, liegt das atemberaubende Paltau-Tal. Dieses bemerkenswerte Gebiet ist berühmt für seine zahlreichen beliebten Touristenattraktionen, unberührten Naturlandschaften, sensationellen archäologischen Entdeckungen, atemberaubenden Wasserfällen und einem Birkenhain, der eine Geschichte aus längst vergangenen Zeiten erzählt.
Am nördlichen Ufer des Tals münden zwei reißende Flüsse in den Charvak-Stausee. Das azurblaue Wasser des Koksu-Flusses bricht aus den hohen Bergschluchten hervor, die sich über dem Ferienort erheben. Burchmulla. Dieses gefährlich auf den Klippen liegende Dorf bietet eine malerische Aussicht auf die umliegende Schönheit.
Der Fluss Chatkal, dessen Wasser ständig trüb und reich an Mineralsedimenten ist, fließt durch eine breite Schlucht mit steilen Felswänden in den Stausee. Hier stürzen Dutzende von Gebirgsbächen, die sogenannten Saevs, herab, von denen der Chukuraksu bei Touristen am beliebtesten ist. Dieser Wasserfall stürzt fast zwanzig Meter senkrecht in die Tiefe und prallt in einem spektakulären Schauspiel aus schäumendem Wasser gegen die Felsen, was ihm den Spitznamen „Brautschleier“ eingebracht hat.

Paltau ist ein rechtsseitiger Nebenfluss des Flusses Chatkal, der deutlich größer ist als Chukuraksu und seinen eigenen Kanal und tiefen Canyon durch die Berge gegraben hat. Auf einer Höhe von 1,250 Metern über dem Meeresspiegel kreuzt ein Grat aus Kalksteinklippen den Lauf des Flusses. Auf diesem Grat entspringt die ergiebige Quelle Obi-Rahmat („Dankbarkeit gegenüber dem Wasser“), die in prähistorischen Zeiten den weichen Fels erodiert und zahlreiche Karstöffnungen, Höhlen und Grotten geschaffen hat.
Im Jahr 1962 wurde bei archäologischen Erkundungen für den Bau des Charvak-Stausees eine tiefe Grotte in der Nähe der Obi-Rahmat-Quelle entdeckt, in der über 500 Steinartefakte gefunden wurden, die mindestens 50,000 Jahre alt waren. Noch sensationellere Funde wurden 2003 gemacht, als eine Expedition des Instituts für Archäologie und Ethnographie der sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften unter der Leitung von Dr. Andrei Krivoshapkin die Überreste eines Jungen ausgrub, der vor etwa 70,000 bis 80,000 Jahren lebte. Dieses urzeitliche Individuum wies sowohl Merkmale eines Neandertalers als auch eines Cro-Magnon auf und löste weltweite Spekulationen darüber aus, ob Neandertaler eine Sackgasse der Evolution oder Mitwirkende an der Entwicklung der modernen Menschheit waren.
Fahrt durch malerische Bergstraßen
Seilbahnfahrt zum Kumbelgrat
Panoramablick auf Big Chimgan
Reiten in der Bergschlucht
Mittagessen in einem lokalen Restaurant