
Im ruhigen Dorf Zangiata, nur 15 Kilometer von Taschkent entfernt, liegt ein ehrwürdiges Heiligtum, das die Zeit überdauert hat – das Zangiata-Mausoleum. Dieses heilige Gebäude dient als letzte Ruhestätte des verehrten muslimischen Scheichs Ai-Khodja und seiner Ehefrau. Scheich Ai-Khodja, eine bedeutende Persönlichkeit des 13. Jahrhunderts, war liebevoll als „Zangiata“ bekannt, was „dunkler Vater“ bedeutet, ein Spitzname, der sich von seiner charakteristischen dunklen Hautfarbe ableitet. Er und seine Frau waren ergebene Schüler des angesehenen Sufi-Führers Ahmed Yasawi, der den Respekt aller türkischen Stämme in Zentralasien genoss.
Der Bau des Zangiata-Mausoleums geht auf die Regierungszeit Timurs zurück. Der Legende nach hatte Timur ursprünglich den Wiederaufbau eines Mausoleums in Turkestan in Auftrag gegeben, um den muslimischen Heiligen Ahmed Yassavi aus Kasachstan zu ehren. Die Mauern des geplanten Mausoleums zerfielen jedoch ständig und bremsten den Baufortschritt. Erst als Timur einen Offenbarungstraum hatte, in dem Yassavi ihn persönlich anwies, zuerst Zangiata zu ehren, konnte mit dem Bau erfolgreich begonnen werden. Nach der Fertigstellung des Zangiata-Mausoleums wurde schließlich das Ahmed Yassavi gewidmete Mausoleum in Turkestan errichtet.
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