Karatepa-buddhistischer Tempel

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Karatepa-buddhistischer Tempel

Karatepa-buddhistischer Tempel
Karatepa-buddhistischer Tempel

Karatepa ist eine alte buddhistische Stätte auf drei Hügeln im Nordwesten der Altstadt von Termez. Dieses bedeutende religiöse Zentrum umfasst eine Sammlung von Tempeln und Klöstern, die bis ins frühe 2. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen. Die Architektur von Karatepa zeigt eine faszinierende Mischung aus in quartären Sandstein gehauenen Höhlen und oberflächlichen Strukturen aus Rohziegeln und Lehmziegeln. Die Innenräume dieser Schreine waren mit aufwendigen Wandmalereien und Stuckarbeiten geschmückt, während Skulpturen aus Löss und Lehm gefertigt wurden. Zu den dekorativen Elementen gehörten auch marmorähnlicher Kalkstein und aufwendig geschnitzter Stuck.

Karatepas größter Ruhm ereignete sich im 2. und 3. Jahrhundert. Im 4. und 5. Jahrhundert wurden jedoch viele Schreine nicht mehr genutzt. In dieser Zeit wurden die Höhlen als Grabstätten umfunktioniert, wobei die Eingänge oft verschlossen wurden. Trotz dieses Niedergangs ist es möglich, dass einige Schreine oder zumindest Teile ihrer Oberflächenstrukturen bis ins 6. Jahrhundert weiterhin als buddhistische Kultstätten dienten.

Es bleibt unklar, ob diese buddhistischen Klöster direkt von den arabischen Invasoren zerstört wurden. Die Araber erhoben nach ihrer Eroberung oft Sondersteuern auf nichtislamische religiöse Strukturen, um heidnische Praktiken in Zentralasien auszurotten. Diese Besteuerung trug wahrscheinlich zum Ende der buddhistischen Aktivitäten in Termez und den umliegenden Regionen bei. Es wird angenommen, dass viele buddhistische Mönche aus Termez nach Kaschmir zogen, wo zu dieser Zeit die für ihre Unterstützung des Buddhismus bekannte Karkota-Dynastie an der Macht war.

Im 8. und 9. Jahrhundert konvertierte die Mehrheit der Bevölkerung in Tokharistan unter dem Einfluss der arabischen Expansion zum Islam. Ein Faktor, der diesen Übertritt vorantrieb, war die hohe Besteuerung von Nichtmuslimen. Im 9. bis 12. Jahrhundert kamen Sufi-Einsiedler in die Gegend und ließen sich in den teilweise zerstörten Höhlen nieder. Dadurch blieb die religiöse Bedeutung des Ortes in anderer Form erhalten.

Die Wände der Karatepa-Höhlen sind noch immer mit einer Vielzahl von Graffiti und Inschriften in Sprachen wie Baktrisch, Mittelpersisch, Brahmi, Soghdisch, Syrisch und Arabisch bedeckt. Diese Inschriften geben einen Einblick sowohl in die aktive Zeit des buddhistischen Zentrums als auch in seinen späteren Niedergang, als die Höhlen noch zugänglich waren.

Besucherinformationen

Touristen, die Karatepa erkunden möchten, benötigen eine Sondergenehmigung des nationalen Unternehmens Uzbektourism, da sich der Standort innerhalb eines Stützpunkts der Grenzpolizei befindet.

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