Stupa Zurmala

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Stupa Zurmala

Stupa Zurmala, Termiz
Stupa Zurmala, Termiz

Die 12 Meter hohe Zurmala-Stupa ist ein bedeutendes buddhistisches Denkmal im nordöstlichen Teil der Ruinen des antiken Termez. Diese Stupa stammt aus der Kushan-Zeit, ungefähr aus dem 1. bis 2. Jahrhundert v. Chr., als der Buddhismus die vorherrschende Religion in Zentralasien war.

Die antike Stadt Termez, etwa 10 Kilometer westlich der heutigen Stadt gelegen, beherbergte im Mittelalter eine große Anzahl buddhistischer Bauten, die sich über landwirtschaftlich genutzte Flächen erstreckten. Im Laufe der Zeit ist die Zurmala-Stupa stark verwittert und hat sich von ihrer ursprünglichen, markanten Form in einen kaum erkennbaren Lehmhügel verwandelt. Heute ist sie kaum noch als buddhistisches Ritualgebäude zu erkennen.

Historisch gesehen hatte Zurmala eine erhebliche religiöse Bedeutung. Wie andere Stupas in Zentral- und Südostasien symbolisierte sie den Tod und die Beerdigung Buddhas. Der Begriff „Stupa“ selbst bedeutet aus dem Sanskrit übersetzt „Steinhaufen“ oder „Hügel“ und symbolisiert die Erinnerung an Buddha. Das Design solcher Stupas entwickelte sich später zu den Pagodenstrukturen, die man in China, Korea, Japan und anderen südöstlichen Regionen sieht.

Ausgrabungen in Zurmala ergaben, dass der Stupa ursprünglich auf einem mit weißen Steinplatten verzierten Podium stand und auf seiner Spitze ein dekoratives Element aufwies. Der Stupa selbst war ein zylindrischer Turm mit einem Durchmesser von 14.5 Metern, der aus Lehmziegeln gebaut war. Er hatte ein gewölbtes Dach und war mit „Ehrenschirmen“ geschmückt, die an einer zentralen Stange befestigt waren. Die Gesamthöhe des Bauwerks überstieg 16 Meter. Der obere Teil des Turms enthielt eine Reliquienkammer, in der buddhistische Schriften, Statuen oder Reliquien aufbewahrt wurden. Von außen war der Stupa in leuchtendem Rot bemalt.

Zurmala ist das erste buddhistische Denkmal, das im frühen 20. Jahrhundert in Zentralasien entdeckt wurde. Der buddhistische Charakter der Stätte wurde erstmals 1927 von A. Strelkov, einem Mitglied einer wissenschaftlichen Expedition des Museums für Orientalische Kulturen, erkannt. Seitdem wurden in Zentralasien etwa 40 buddhistische Denkmäler entdeckt und untersucht, von denen sich etwa die Hälfte im heutigen Usbekistan befindet.

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