Salzmarsch von Barsa-Kelmes

Eurasien.Reisen > Usbekistan > Ustyurt-Hochebene > Salzmarsch von Barsa-Kelmes

Salzmarsch von Barsa-Kelmes

Barsakelmes
Barsakelmes

Im Herzen von Karakalpakstan liegt eines der faszinierendsten und anspruchsvollsten Ziele: der Salzsumpf von Barsa-Kelmes. Der Name Barsa-Kelmes bedeutet ominös „Ort ohne Wiederkehr“ und spiegelt seine gewaltige Umgebung wider. Der Salzsumpf von Barsa-Kelmes erstreckt sich über ungefähr 1,040 Quadratkilometer, ist 50 Kilometer lang und 35 Kilometer breit. Obwohl er nur ein Zehntel der Größe der berühmten Salzwüste von Uyuni in Bolivien hat, ist seine Landschaft ebenso faszinierend. Barsa-Kelmes liegt nur 70 Meter über dem Meeresspiegel und bildet damit einen scharfen Kontrast zu Uyunis hochgelegener Umgebung auf 3,650 Metern.

Das Klima der Salzwiesen ist extrem: Im Sommer herrscht sengende Hitze, im Winter ist es eiskalt. In den heißen Monaten kann die Sonne auf der weißen Salzoberfläche blendend scheinen, und im Winter verwandeln Niederschläge das Gebiet in eine rutschige, klebrige Fläche.

Barsa-Kelmes war einst das Bett eines großen Salzsees, der enorme Salzvorkommen hinterließ. Das Ausmaß dieser Reserven wurde nie vollständig gemessen, aber sie sind groß genug, um eine Salzgewinnungsanlage am östlichen Rand des Sumpfes zu betreiben. Die Salzebenen sind eine wichtige Ressource, aber sie stellen auch eine kahle, surreale Landschaft dar, die Besucher in ihren Bann zieht.

Um die Salzwiesen ranken sich viele lokale Legenden. Eine der faszinierendsten Geschichten ist die von „Shaitan-Kala“ oder „Teufelsfestung“, einem mythischen Bauwerk, das nachts unheimliche Lichter ausstrahlen soll. Mitte des 20. Jahrhunderts begab sich der berühmte Karakalpakstan-Forscher Sergey Tolstov auf eine Expedition, um diese Geschichten zu überprüfen. Am 14. September 1946 erkundeten Tolstov und sein Team das Gebiet aus der Luft. Trotz gründlicher Erkundung fanden sie keine Hinweise auf die sagenumwobene Festung, was Tolstov zu dem Schluss brachte, dass die Geschichten eher das Ergebnis natürlicher optischer Täuschungen als menschlicher Aktivität waren.

Heute leben in den Salzwiesen vor allem Salzbergarbeiter. Touristen besuchen die Salzwiesen oft im Rahmen größerer Touren, die Nukus, Muynak, den Aralsee und den Sudochie-See umfassen. Der direkteste Weg nach Barsa-Kelmes ist eine 200 Kilometer lange Fahrt von Nukus aus. Die letzte Strecke erfordert jedoch eine Geländefahrt, und die letzten zwei Kilometer müssen aufgrund des instabilen Bodens zu Fuß zurückgelegt werden.

Die beste Zeit für einen Besuch in Barsa-Kelmes ist im Frühling oder Herbst. Um die drückende Mittagshitze zu vermeiden, empfiehlt sich ein Besuch am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Reisende sollten auf das intensive Sonnenlicht vorbereitet sein, das mit blendender Intensität von den Salzebenen reflektiert wird. Zur Grundausstattung gehören Hüte, Sonnenbrillen und viel Wasser.

Bei der Erkundung von Barsa-Kelmes ist Vorsicht geboten. Die Oberfläche des Sumpfes ist mit Sumpfgebieten übersät, die gefährlich sein können. Es ist sehr ratsam, mit einem erfahrenen Führer zu reisen, der sich sicher im Gelände zurechtfindet. Trotz der Herausforderungen ist die Belohnung beträchtlich: Der Salzsumpf bietet atemberaubende, surreale Landschaften, die nach einem leichten Regen besonders lebendig sind.

Muynak und Aralsee-Tour

Direkt von der $140
1 Day

Besuchen Sie den Schiffsfriedhof von Muynak
Erkunden Sie das Muynak History Museum
Entdecken Sie den antiken Mizdakhan-Komplex
Besuchen Sie das Mausoleum von Nazlukhansulu
Erkunden Sie die Ruinen der Festung Gaur-Kala
Spazieren Sie durch die historischen Wahrzeichen von Khodjely

Begeben Sie sich auf eine faszinierende Tagestour nach Muynak, dem einst blühenden Hafen am Aralsee, der heute von riesigen Wüstendünen umgeben ist. Erkunden Sie den eindringlichen Schiffsfriedhof, besuchen Sie antike Stätten wie Mizdakhan und Gaur-Kala und tauchen Sie ein in die reiche lokale Geschichte.
(3 Bewertungen)